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Guru

 Mit einem Meister zu sein ist so, als würde man Eis ins Feuer legen. Das Eis wird schmelzen, es muss. Während des Schmelzvorganges zeigen sich alle Arten von Reaktionen an der Oberfläche. Doch ist das Eis geschmolzen wird es eins mit dem Feuer.

Was ist ein spiritueller Meister - Guru?

 

Guru: Zwei Sanskrit Silben Gu und Ru

Gu: bedeutet sinngemäß: einen Menschen in die dunkelsten Seiten seiner Seele /seines Seins hineinführen, ihn dort seine Erfahrungen machen zu lassen.

Ru: Diesen Menschen in Licht und Liebe wieder aus seiner Dunkelheit heraus begleiten.

 

Ein verwirklichter Meister ist wie ein Fluss voller Liebe und Reinheit. Wer immer den Mut hat in den Fluss zu springen der springt und will ihn erfahren (das Göttliche). Doch der Fluss kann nicht in dich hineinspringen. Nur du kannst in den Fluss springen.
 

Wisse noch eine Sache: "Denn du kannst nur ein Schüler des Göttlichen sein. Ein Schüler der reinen Existenz".

Der Meister ist die sichtbare Form des Unsichtbaren. Dies ist nur aufgrund des Egos, denn das Ego ist nur in der Lage sich mit etwas Sichtbaren zu verbinden. Tatsächlich ist der Meister beides, sichtbar und unsichtbar." Wenn du anfänglich zu mir kommst wirst du nur das sichtbare erkennen. Doch mit der Zeit wirst du auch das unsichtbare erfahren und kennenlernen. Du beginnst die Abwesenheit in der Anwesenheit zu fühlen". Je enger du dich mit einem Meister vereinst und je tiefer du in dich vordringst, umso weniger wirst du in der Lage sein deinen Guru zu sehen. Wenn du dich weiter, immer tiefer in dich hinein bewegst, deckt sich schlussendlich das Unsichtbare auf.

In Indien sagt man, jeder Mensch habe einen Guru. Wann und wo er ihm begegne, sei ungewiss, denn es komme dabei allein auf die innere Einstellung des Schülers an. Wenn der Schüler bereit sei, seinem Meister zu begegnen und sich von ihm in die Tiefen des eigenen Seins führen zu lassen, zeige er sich ihm. Der Schüler habe aber immer die Wahl, es stehe ihm frei, seinem Meister zu folgen oder nicht.

Sri Hans Raj Sachcha Baba Maharajji hatte sich mir gezeigt. Und nicht nur das, er hatte mich gerufen. Tief in meinem Inneren spürte ich, dass ich diesem Ruf folgen musste. Es war, als ob meine Seele mich lenkte. Ich fühlte eine Leere, die vollkommen klar war. Es gab keine Zweifel, es geschah wie von selbst – so selbstverständlich wie ein Atemzug.

Dies war der Beginn einer aufregenden und sehr lernintensiven Zeit mit meinem Meister Sri Hans Raj Sachcha Baba Maharajji, ein Erlebnis, das ich mir vorher so nicht hätte vorstellen können.

Ein wahrer Meister spiegelt dem Schüler das Göttliche in ihm selbst